NEOS MARMARAS SITHONIA CHALKIDIKI
(ΝΕΟΣ ΜΑΡΜΑΡΑΣ ΣΙΘΩΝΙΑ ΧΑΛΚΙΔΙΚΗ)neos-marmaras-sithonia-halkidiki-greece-widelogo

Neos Marmaras (Griechisch: Νέος Μαρμαράς) liegt in zentraler Lage an der westlichen Küste der der Toronaios-Bucht auf der Halbinsel Sithonia und ist ca. 130 km von Thessaloniki entfernt. Mit 3 352 permanenten Einwohnern (Stand 2011) ist es die größte Ortschaft und wichtigstes Handelszentrum in der Region Sithonia. Im Sommer steigt die Zahl der Einwohner auf ca. 20 000.

Zu Neos Marmaras gehört 20 km Küstenlandschaft. Rund um Neos Marmaras gibt es zahlreiche, kleine Buchten und viele der Strandgebiete sind mit der Blauen Flagge ausgezeichnet.
Der Ort bietet ein ansprechendes Angebot an Unterhaltung und Entspannung. In der Saison ist es ein beliebtes Ferienziel für griechische und internationale Touristen. Es beherbergt viele kleine Hotels und Ferienwohnungen. Viele Tavernen bieten lokale Speisen an und Musikbars bieten Unterhaltung bis spät in die Nacht. Die vielseitige Umgebung von Neos Marmaras kann durch viele gut angelegte Wanderwege leicht erkundet werden.
Während und ausserhalb der Sommermonaten finden in Neos Marmaras viele kulturelle Veranstaltungen statt.

Traditionell beschäftigen sich die Bewohner mit Fischerei, Landwirtschaft (größtenteils Weinherstellung, Olivenanbau- und Verarbeitung), Bienenzucht. Die größte Einnahmequelle ist der Tourismus.

kelfos-island-sithonia-halkidiki-greece-02-widelogoNeos Marmaras befindet sich auf dem Gebiet der antiken Stadt Galepsos. Die Siedlung wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. gegründet, aber schon in historischer Zeit in Folge von Kriegen und Umsiedlungen im 4. Jahrhundert v. Chr. wieder verlassen bis sie schließlich ganz aufgegeben wurde. Bis zur Neubesiedlung 1922 blieb die Region weitgehend unbewohnt.
Neos Marmaras wurde 1922, in Folge der Niederlage des Griechisch-Türkischen Krieges, durch griechische Flüchtlinge aus der im Marmarar-Binnenmeer gelegenen Insel Marmaras gegründet. Wie oft bei der Neugründung einer Flüchtlingssiedlung, wurde in Erinnerung an die alte Heimat der Name der Heimatstadt übernommen und mit ‚Nea' oder ‚Neos' (griechisch ‚neu') ergänzt.
Im Frühling 1946 etablierte sich eine Linienverkehrsroute per Schiff von Thessaloniki nach Neos Marmaras. Die Ortschaft wurde erst 1952 durch den Bau einer Straße an das restliche Verkehrsnetz Halkidikis angeschlossen. 1959 wurde der Ortschaft ein eigenständiges Gemeinderecht zugesprochen. Nach der ersten Volkszählung im Jahre 1961 hatte Neos Marmaras 1200 Einwohner. In den 70er Jahren folgten der Bau der Schule und vieler Ämter. 1985 hat sich das Kulturzentrum in Neos Marmaras etabliert.
Nach Fertigstellung des nahegelegenen Ferienresorts Porto Carras, Anfang der 70er Jahre, hat sich Neos Marmaras schnell zu einem wichtigen Urlaubsgebiet entwickelt. Die Anzahl der Einwohner stieg ebenfalls rasant an.

5km nördlich von Neos Marmaras, eingenistet in die Berglandschaft Itamos, befindet sich das Bergdorf Parthenonas (griechisch Παρθενώνας ‚Dorf der Jungfrauen') in einer Höhe von 350m über dem Meeresspiegel. Historischen Schriften zufolge entstand die Siedlung im byzantinischen Zeitalter des 10. Jahrhunderts. Der Name variierte zwischen Parthenopolis Partheni und Parthenionas. Den Meinungen einiger Historiker zufolge befindet sich die Ortschaft allerdings nicht mehr am gleichen Ort des historischen Parthenopolis. Nach der Gründung des nahegelegenen Neos Marmaras verließen immer mehr Bewohner das Bergdorf, um sich in der Küstensiedlung niederzulassen, bis es in den 70gern schließlich komplett aufgegeben wurde. Später wurde der Ort wieder besiedelt und viele Häuser im traditionellen Stil renoviert. Heute ist der idyllische Ort beliebtes Ausflugsziel. Am 27. Juli findet alljährlich ein Dorffest zu Ehren des Schutzheiligen Panteleimon statt.
Südlich von Neos Marmaras befindet sich das populäre Urlaubsresort ‚Porto Carras'. Die Anlage wurde in den 70er Jahren vom Reeder Giannis Carras erbaut, befindet sich bis heute im Originalzustand und liefert ein gutes Beispiel funktionalistischer Architektur. Ursprünglich wurde Bauhaus-Architekt Walter Gropius mit dessen Bau beauftragt, der jedoch vor der Planungsphase verstarb. Porto Carras gilt als etablierter Veranstaltungsort vieler internationaler Kongresse und war Ort des Europäischen Gipfeltreffens 2003. Zu Porto Carras gehört auch ein eigenes Weingut auf einer Fläche von 475 000 qm und Landschaften mit über 45 000 Olivenbäumen. Die Marina von Porto Karras ist die größte in Griechenland.

neos-marmaras-port-sithonia-halkidiki-greece-04-widelogo