POLYCHRONO - KASSANDRA CHALKIDIKI


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Polychrono befindet sich ca. 95km von Thessaloniki entfernt auf dem östlichen Teil der Halbinsel Kassandra auf dem Gebiet der historischen Stadt Neapolis. Benannt wurde das Dorf nach der Farbenpracht der vielen Blumen, die das Landschaftsbild charakterisierten (abstrahierte linguistische Bedeutung ‚viele Farben')
Ganzjährig leben dort ca. 1050 Menschen.

Während der Sommermonate ist der Tourismus die Haupteinnahmequelle der Einwohner. An der direkt am Meer gelegenen Strandpromenade reihen sich viele Cafés, Restaurants, Bars, Geschäfte und Apartmentanlagen, die im Sommer sehr gut besucht sind.
Zwischen Meer und der kompletten Promenade liegt ein 7km langer und sehr sauberer Sandstrand, der mit der blauen Flagge ausgezeichnet wurde. Durch die östliche Lage ist dieses Gebiet ein Garant für beeindruckende Sonnenaufgänge.

In den sehr ruhigen Monaten außerhalb der Saison beschäftigen sich die Einwohner vorwiegend mit Landwirtschaft, Olivenverarbeitung und der Produktion von Honig.

Das Zentrum des Dorfes schmückt die Kirche des Heiligen Athanasios (erbaut 1912), Schutzpatron von Polychrono. Etwas weiter am Dorfplatz steht die ältere Christus-Kirche von 1863. Interessant ist auch ein Besuch des alten Friedhofes.
polychrono-mavrompara-lake-turtlesVor dem großen Brand 2006 war das Dorf von Pinienwäldern umgeben, die sich weit in das hintere Bergland erstreckten. Dank Wiederaufforstung regeneriert sich das Gebiet langsam. In den Bergen, unweit von Polychrono, in einer Höhe von 300m, befindet sich in einem der kleine See Mavrobara. Aufgrund seiner ökologischen Relevanz wurde dieses Gebiet unter Naturschutz gestellt. Dieser See existiert seit Urzeiten und ist die Heimat dreier seltener Arten von Wasserschildkröten. Forscher aus vielen Ländern haben sich mit diesem Biotop beschäftigt. In unmittelbarer Umgebung des Sees befindet sich eine kleine, natürliche Quelle mit Trinkwasser. Bei einem Ausflug zum Mavrobara ist es sinnvoll eine wenig Brot im Gepäck zu haben, um sich die Gesellschaft der Schildkröten zu sichern. Ein schöne Landschaft und eine kleine Kapelle vervollständigen das idyllische Gesamtbild.
Noch immer begraben unter den Pinienwäldern an den Hügeln vor Polychrono befindet sich die Akropolis der antiken Stadt. Um den Wald zu erhalten wird von großflächigen, archäologischen Ausgrabungen abgesehen.
Bei kleineren Ausgrabungen in Polychrono wurde eine seltene Variante einer griechisch/-römischen Sonnenuhr entdeckt, die neben der Zeit auch das Datum anzeigen konnte.
Vermutungen zufolge hätte diese Sonnenuhr in einer Tempelanlage (Eventuell im Tempel des ‚Ammon Zeus') positioniert werden sollen.
Die geschichtliche Besiedlung der Region um Polychrono begann um 650 v.Chr. mit der Gründung der antiken Stadt Neapoli durch Kolonisten aus Eretria. Die Stadt überstand viele barbarischer Invasionen bis es letztendlich 540 n.Chr. von den Hunnen zerstört wurde.
Im 11. Jahrhundert nach Christus wurde es von Agrarbauern und Viehzüchtern erneut aufgebaut und wegen den vielen Blumen, die es dort gab ‚Polychro' genannt.
Während der Revolution von 1821 wurde das Dorf von den Ottomanen vollständig niedergebrannt. Wenige Jahre später kehrten die wenigen Überlebenden, die der Verfolgung entkommen konnten, dorthin zurück um das Dorf wieder aufzubauen. Durch Veränderungen Sprachstils wurde aus dem ursprünglichen Namen nun Polychrono.

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Polychrono auf der Landkarte

 

 

Der Kulturverein von Polychrono

 

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